Game Check – Resident Evil 4

Lange ist es her, das Resident Evil 4 in seiner originalen Fassung veröffentlicht wurde. Genauer gesagt, war es der 11. Januar 2005. Ich kann mich noch relativ gut daran erinnern, wie sich die Spiele Magazine damals überschlagen haben und dieses Spiel mit fasst Perfekten Wertungen weit jenseits der 90% versehen haben. Ich weiß nicht mehr genau welches Magazin es war, aber eines hatte glaube ich sogar mit 98% bewertet. Bei der Gamepro waren es 94%, was sich noch in einem „normalen“ Rahmen bewegt.

Wie auch immer. Ich habe mir das Spiel damals für meinen Spielewürfel gekauft und auch angefangen zu spielen. Allerdings bin ich nicht sehr weit gekommen. Ich glaube ich habe nicht mal das Dorf hinter mir lassen können. Das lag aber weniger daran, das ich das Spiel nicht gut gefunden hätte, als vielmehr daran das ich damals einfach andere Dinge im Kopf hatte. Ich war gerade Mitte 20 und war mehr mit Freunden unterwegs als das ich Interesse daran gehabt hätte, eine Bande von Parasiten, welche sich zu einer Sekte zusammen geschlossen haben zu jagen.

Inzwischen gibt es das Spiel auch für viele andere Systeme, unter anderem für den PC. Dank der heute allgegenwärtigen Steam Deals, kommt man relativ günstig an eben genau diese PC Spiele. So kam es, das ich mir letztes Jahr ein weiteres Spiel für meinen Pile of Shame zugelegt habe. Ich werdet es bereits erraten haben, es handelt sich hierbei um Resident Evil 4 (unter anderem). Nun kam es wie es kommen musste, RE 4 lag erstmal ein weiteres Jahr einfach in meiner Steam Bibliothek rum. Aber dann im vergangenen Mai, hat es sich dann endlich ergeben, das ich mit dem spielen begonnen habe.

RE 4  liegt in den neueren Versionen logischerweise in einer Full HD Auflösung vor. Das ist meines Erachtens nach ein zweischneidiges Schwert. Zum einen sehen die Texturen natürlich viel schöner und klarer aus. Auch die Weitsicht hat sich meiner Meinung nach erhöht. Allerdings hat es auch den Nachteil, das man „Fehler“ wie z.B. sich überlappende Ecken an Felsen besser erkennen kann. Aber am Ende ist das ein „Luxusproblem“. Denn diese „Fehler“ sind mir nicht wirklich oft aufgefallen. Und solche Dinge können bei etwas älteren Spielen durchaus vorkommen.

Vom Gameplay her, hat mir das Spiel gut bis sehr gut gefallen. Man merkt natürlich, das es z.B. von der Steuerung her, einfach schon ein älteres Spiel ist. So bewegt man sich ausschließlich über den linken Stick (bei einem Xbox One Controller) oder über das Steuerkreuz. Bedeutet also, gleichzeitiges Laufen und umdrehen geht nicht ganz so leicht von der Hand wie es bei modernen Spielen der Fall ist. Allerdings hat Capcom dafür eine recht nette Lösung eingebaut, wenn man den Stick nach unten und den A Konopf drückt, dann vollführt Leon eine 180° Drehung. Das ist durchaus in der Hitze eines Gefechts sehr Hilfreich.

Damit kommen wir dann auch zu den Kämpfen. Man bekommt es in RE 4 mit von Parasiten, den sogenannten Las Plagas, befallenen Menschen zu tun. Anders als in den vorherigen Resident Evil Teilen, gibt es diesmal keine Zombies. Diese greifen auf unterschiedlichste Weise an. Manche mit Messer oder Äxten, andere mit Schlagstöcken und wieder andere mit fetten Railguns. Aber auch Leon hat ein nettes Waffenarsenal. Da geht es von einer Messer und Pistole, über Pumpgun und Maschinengewehr, bis hin zu Scharfschützen Gewehr und Rakentenwerfer. Diese Waffen besitzt mal allerdings nicht von Anfang an, sondern man kann sie sich bei in der Spielwelt verteilten Händlern kaufen. Die dafür benötigten Peseten, findet man in Truhen oder Fässern, aber auch erlegte Feinde lassen gerne mal welche fallen. Außerdem sind in der ganzen Welt Schätze verteilt, die sich bei eben diesen Händlern auch verkaufen lassen. Wenn man eine solche Waffe gekauft hat, kann man diese bei den gleichen Händlern zusätzlich noch aufwerten, indem man z.B. die Feuerkraft erhöht, oder das Magazin vergrößert. Auch diese Upgrades bekommt man für Peseten. Ihr merkt also, die Sache kann mitunter ganz schön ins Geld gehen.

Alle Waffen haben einen Infrarot Sensor oder ein Zielfernrohr, mit dessen Hilfe man auf einzelne Bereiche der Gegner zielen kann. So kann man Gegner die mit Äxten bewaffnet sind, diese z.B. aus der Hand schießen. Oder man schießt ihnen ins Bein, damit sie Stürzen oder sich in die Knie gehen. Dann hat die Möglichkeit ihnen mithilfe des Messers den Garaus zu machen oder sie mit einem gekonnten Tritt den Rest zu geben. Neben den normalen Gegnern, gibt es auch noch dicke Bosse, welche sich Leon in den Weg stellen. Diese sind ungleich stärker und können oft nur dadurch besiegt werden, das man sie kurzzeitig Kampfunfähig macht und dann auf den Parasiten schießt, welcher aus den Körpern heraus ragt.

Nun stellt man sich noch die Fragen, warum ist Leon überhaupt an diesem Ort in Europa!? Er ist eine Art Elite Kämpfer, welcher unter anderem für die Sicherheit der Familie des Amerikanischen Presidenten verantwortlich ist. Nun wurde die Tochter des Präsidenten entführt und Leon wurde ausgesendet diese zu finden und wieder nachhause zu bringen. Hinweise haben eben an diesen abgelegenen Ort in Spanien geführt. Leon wird also von zwei Polizisten an die Dorf Grenze gebracht und hier beginnt nun sein „gruseliges“ Abenteuer.

Ist Resident Evil 4  denn nun eigentlich dieses ganz tolle Spiel oder nicht? Ich denke im Jahr 2005 war es das mit Sicherheit. Und auch heute kann es durchaus noch überzeugen. Ich habe inzwischen etwa 40 Stunden in dem Spiel verbracht. Denn es gibt einen relativ hohen Wiederspielwert durch Alternative Wege, von denen ich nicht zu viel verraten will. Außerdem gibt es einiges freizuschalten und ich bin gerade dabei es auf höheren Schwierigkeitsgraden zu spielen. Es lohnt sich auf jeden Fall für Leute die auf Resident Evil oder auf Actionspiele mit Horroreinlagen stehen. Aber auch Freunde von anderen Genres dürfen gerne einen Blick riskieren.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.